Gerlinde Hog-Aden

3. März 2012
von Gerlinde
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Zahnarztbewertung

Ich möchte Sie gerne an meiner langen Geschichte: Wie ich eine Teleskop-Prothese erhielt – teilhaben lassen.

Seit Jahren habe ich Parodontose und somit schon viele Zähen verloren. Über 11 Jahre trug ich eine Teleskop-Prothese, die jetzt erneuert werden musste. Also suchte ich meinen Zahnarzt auf und dieser empfahl mir, die neue Prothese über 5 Zähne zu fertigen, damit der Zug an den Zähnen und am Oberkiefer nicht so stark ist. Seine Ausführungen überzeugten mich.
Er erklärte kurz, dass er die 5 noch verbliebenden Zähne im Oberkiefer abschleifen  und dann eine gelochte Gaumenplatte einsetzten wolle. Ich gab ihm noch die Information, dass es bei mir immer nicht  ganz einfach sei, aber er meinte: Das kriegen wir schon hin.
Am 1.3.2011 begann die Behandlung. Er hatte starke Rückenschmerzen, Schweiß auf der Stirn und erzählte, dass er es ohne Schmerzmittel nicht aushalten würde. Zu diesem Zeitpunkt noch zu Scherzen aufgelegt, meinte ich: Da muss der Patient sich noch Sorgen um den Zahnarzt machen.
Ich erhielt also die Spritzen. Die Linke war in Ordnung, bei der rechten saß ich vor Schmerzen fast an der Decke. Dann begann das Abschleifen. Bei dieser Arbeit versuchte er den linken Vorderzahn gerade zu schleifen, da er schief war. Doch das misslang. Er traf den Nerv und eine Wurzelbehandlung wurde nötig. Danach wurde die Auszubildende gebeten die Provisorien her zu stellen. Diese war damit völlig überfordert und so ging ich nach 2 ½ Stunden mit nicht hundertprozentig sitzenden Provisorien, darüber meine alte Prothese nach Hause, mit dem Auftrag, den nächsten Tag wieder zu kommen, um das Ganze zu perfektionieren.
Als ich den darauf folgenden Tag in die Praxis kam, traf ich den Zahnarzt und habe ihm gleich mit geteilt, dass ich sehr froh gewesen wäre, er hätte den Termin verlegt, wenn er kein adäquates Personal habe. Mein Vertrauen war schon sehr geschrumpft. Leise ließ er verlauten: Es täte ihm leid.
An diesem Tag verbrachte ich 2 ¾ Stunden auf dem Stuhl. Sie kennen es, es wurden alle Abdrücke gemacht und meine Zähne schmerzten, so dass ich um eine Betäubung bat. Mit den Provisorien wollte es nicht klappen. Die angefertigten Provisorien wurden unzählige Male auf die überempfindlichen Zähnen gestülpt und wieder herunter genommen, erneuert, bis der Doktor am Ende selber Hand anlegen musste, so dass es jedenfalls einigermaßen ging. Zum Schluss träumte ich nur noch von Schmerztabletten. Ich habe Herrn Doktor als sehr unsensibel empfunden. Die Art der Behandlung war nicht annähernd so, wie ich es vorher von ihm kannte. Da teilte ich ihm schon mit, dass es wichtig sein für ihn und die Patienten, dass er wieder fit wird, denn durch die Schmerzmittel fehlt natürlich eine gewisse Einfühlsamkeit. In dieser Zeit sprach ich auch an, dass mein rechter Eckzahn sehr weh tat. Keine Reaktion.
Ich ging nach Hause und war ziemlich entsetzt über die Art der Behandlung. Meine Freunde legten mir nahe, den Arzt zu wechseln, was natürlich nicht bei einer laufenden Behandlung möglich war.
Also brachte ich am nächsten Tag meine alte Prothese zum Angleichen an die neue Situation hin und holte sie am nächsten Tag wieder ab. Sie saß natürlich überhaupt nicht und ich konnte nur lispelnd sprechen. Kennen Sie den Komiker Paul Panzer? Ihm konnte ich Konkurrenz machen. Ich sprach das an und die Antwort war: Sie wollen mich veräppeln! Das wollte ich ganz und gar nicht. Ich konnte jetzt zwar meine Freunde zum Lachen bringen, aber an Kauen usw. war nicht zu denken. Ich ernährte mich von Suppe.
Dann ging ich zu meiner Heilpraktikerin und diese testete, dass in meinem rechten Zahn eine Entzündung sei. Ich ging also wieder zum Zahnarzt und bat um ein Röntgenbild, was ich schon zuvor getan hatte und siehe da, der Zahn war entzündet.
Herr Doktor wollte das eben mal kurz beheben, mit Schweiß auf der Stirn und Rückenschmerzen, doch das wollte ich nicht.
Die Dame an der Rezeption empfahl mir seinen Kollegen, der auch mit in der Praxis tätig ist und somit ging ich nachmittags zu diesem. Das Provisorium der rechten Seite war so fest, dass der Zahn gleich mit abbrach, was aber kein Problem zu sein schien. Er müsse sowieso eine Wurzelbehandlung machen und dann käme da ein Stift rein. Ich teilte ihm mit, dass der Zahn nebenan auch weh täte, denn bei jeder Spritze saß ich vor Schmerzen fast an der Decke. Das wurde erst einmal meiner Überempfindlichkeit zu geordnet, bis sich beim Röntgen raus stellte, dass auch er entzündet war. Also war auch eine Wurzelbehandlung nötig. Somit ging ich dann mehrmals die Woche zum Zahnarzt.
Irgendwann kam der Aufbau des Stiftes. Dazu verwandt er eine schon gefertigte Kappe für die abgeschliffenen Zähne. Bei dieser Aktion wurde gescherzt, was wohl geschehe, wenn sie nicht wieder abginge. Und dieser Scherz trat ein, was für mich bedeutete, dass an dem Zahn geklopft, gezogen und gehämmert wurde, so dass wieder eine Betäubung fällig war. Die Kappe ging nicht ab. Sie wurde dann zerstört und entfernt und so fühlte ich mich auch.
Als das Thema Zahnaufbau um den Stift abgeschlossen war, wandte er sich der linken Seite zu. Das linke Provisorium ging besser ab und der linke Vorderzahn wurde mit einer 2. Wurzelbehandlung versehen und geschlossen. Damit war dieser nicht Einverstanden und reagierte mit Schmerzen. Die hatte ich zwar bei der Behandlung schon angesprochen, doch es wurde überhört. Einen Tag später musste er wieder geöffnet werden und wurde für 2 weitere Tage offenen gelassen. Danach wurde er von Scherzen begleitet wieder geschlossen. Auch hier sprach ich den Schmerz wieder an. Daraufhin der Zahnarzt zur Auszubildenden: Was macht man jetzt? Sie antwortete: Man schließt den Zahn noch nicht! Und was tat der Arzt? Er schloss ihn. Ich ging mit Schmerzen, kam mit Schmerzen und war natürlich nicht mehr voller Humor. Ich habe dem Arzt meine Meinung gesagt, dass ich mich nicht ernst genommen fühle, da er auf nichts eingegangen war, was ich äußerte. Seine Antwort: Er ließ den Zahn für weitere 4 Tage offen, was die Situation natürlich nicht verbesserte.
Die Prothese war durch ihn allerdings etwas angeglichen, so dass ich sie hin und wieder tragen konnte, doch zum Essen nicht geeignet.
Dann hörte ich, dass mein voriger Zahnarzt  wieder schmerzfrei war und wechselte zu ihm.

Mit Antibiotika beruhigte sich der Zahn. Vorher waren natürlich noch einige Behandlungen mit Betäubung nötig.
So nun war es soweit: Die Abdrücke für die Endprothese konnten gemacht werden. Alle Kappen waren gefertigt und saßen auf den Zahnstumpen,was auch wieder nicht schmerzfrei ablief. Doch nun sollte die Prothese gefertigt werden und so verließ ich guten Mutes die Praxis. Im Auto fiel mir ein, dass noch keine Farbbestimmung für die Zähne erfolgt war. Also zurück, um dieses nach zu holen. Die Abdrücke waren schon verpackt, aber Gott sei Dank noch da.
Mittlerweile waren meine Provisorien wunderbar glatt geschliffen und die Übergangsprothese saß einigermaßen. Nach meinem Urlaub sollte die Arbeit wieder da sein und man wollte mich benachrichtigen. Ich kam zurück und es war nicht geschehen. Also meldete ich mich und siehe da, die Arbeit war angekommen und so ging ich am selben Tag noch in die Praxis, um sie in Empfang zu nehmen. Mittlerweile war es der 9.5.2011.
Die neue Prothese sah sehr gut aus, zwar anders als ich gedacht hatte, nämlich ohne Gaumenplatte, aber es fühlte sich erst mal gut an. Leider musste ich am nächsten Tag wieder zum Zahnarzt, da alle Zähne weh taten. Ich kannte das von meiner alten Prothese, es dauert halt ein Weilchen, bis alles richtig sitzt. Es wurde an den Kronen etwas abgeschliffen, mit der Hoffnung es würde helfen. Da habe ich meine Vermutung, dass die Gaumenplatte wohl fehle und so die 5 verliebenden Zähne zu wenig Unterstützung hätten. Ich traf auf keinen Widerhall.
Am nächsten Tag saß ich wieder auf dem Zahnarztstuhl. Es wurde etwas unter die Prothese gelegt, einer Unterfütterung gleich, um zu sehen, ob es hilft. Es half ein wenig. Dann wurde eine Ganzunterfütterung vorgenommen. Die Zähne taten nur noch auf der linken Seite weh. Kopfschmerzen gehörten nun zu meinem Alltag.
Es wurde auf der linken Seite noch etwas unter gelegt, wodurch dann mein Kiefer langsam aber sicher weh tat. Die Prothese ging nur noch mit einem Brothaken nach sehr viel Anstrengung raus. Also ich wieder hin. Die provisorische Unterfütterung wurde entfernt und ich wurde für Sonnabend bestellt, um dann das Problem bei der Wurzel zu packen. An diesem Tag war die Prothese trotz aller Hilfsmittel für mich nicht mehr zu entfernen. Dem Arzt gelang es dann. Es wurde wieder ein Abdruck genommen, um die Grundlage für eine neue Prothese zu schaffen, diesem Mal mit Gaumenplatte.
Die 5 vorderen Zähne wurden abgetrennt und über die Zähne gestülpt. Die alte Prothese wurde angepasst und es schien alles in Ordnung. Am nächsten Tag war mein Gaumen völlig entzündet, da die linke Seite der Prothese nach Anpassung scharfkantig war und so meinen Gaumen verletzte. Mein Gatte schliff sie darauf hin rund und am Dienstag war dann alles in Ordnung. Die Zähne taten nicht weh.
Dann bekam ich einen Anruf für einen weiteren Abdruck. Ich hatte mich innerlich schon auf eine Woche Urlaub gefreut, da meine Zahnsituation mal angenehm war. Dem war also nicht so und ich musste meinem Ärger über die scharfkantige Prothese erst mal los werden. Es tat dem Zahnarzt leid. Er meinte, da sei sicherlich ein Plastikteil abgebrochen und den hätte ich verschluckt und es nicht bemerkt.
Für die neue Prothese wurde ein Abdruck her gestellt und die 5 zähnige Prothese blieb wie gewünscht in dem Abdruck stecken. Leider musste sie dann heraus gesägt werden. Danach wurde sie mir mit äußerster Gewalt über die Zähne gepresst. Am nächsten Tag wachte ich mit starken Zahnschmerzen auf und saß wieder auf dem Stuhl. Ich hatte zu Hause fest gestellt, dass die Prothese jetzt schief saß. Der Zahnarzt vermittelte mir, dass er das am Tag zuvor schon feststellte und deshalb die Zähne so stark auf die meinen presste.
Ich bin der Meinung: Er hätte die Prothese wieder raus nehmen können, um zu untersuchen, warum sie jetzt nicht mehr saß, als zu versuchen, sie mit Gewalt in die richtige Richtung zu pressen. Das brachte ich natürlich dann wieder zum Ausdruck, worauf ich als unfreundlich bezeichnet wurde. Mittlerweile war ich aufs Äußerste gereizt. Verständlich. Er bot mir an, ich könne den Arzt wechseln, was ich natürlich liebend gerne angenommen hätte. Er wollte es aber noch einmal versuchen und die Chance gab ich ihm.
Ich erhielt dann beim nächsten Termin ein neues Provisorium, was er persönlich anfertigte. Dass das beim ersten Mal nicht so gut klappte, gab er an die Auszubildende ab, doch auch bei diesem Mal, musste er die Provisorien 2 Mal herstellen, ehe es klappte.
Nun wurde also die neue Prothese mit den 5 Vorderen erstellt, die meiner Vermutung  nach durch das Heraussägen einen Knacks bekommen hatten.  Am 16.6. war es dann soweit, ich setzte sie ein – mit Gaumenplatte. Es schien alles in Ordnung. Es fühlte sich besser an, doch ich lispelte. Das wollte er später beheben.
Bei Gebrauch stellte sich heraus, dass sie doch noch nicht richtig saß, was ja auch normal ist. Ich hatte starke Schmerzen vor allem am linken Vorderzahn und musste am Montag wieder hin.
Mein Mann war natürlich involviert in die ganze Sache und hatte nun
auch gute Vorschläge, um vielleicht eine Lösung zu finden. Diese schlug ich am Montag dem Zahnarzt vor, bat ihn um eine Röntgenaufnahme. Er hatte eine bessere Methode und füllte die Prothese mit einer grünen Masse, wodurch er dann sehen konnte, wo es hakt.  Das Röntgenbild ergab, dass sich eine Flüssigkeit gebildet hatte und ich mir vorstellen sollte, dass es wie eine verstauchter Fuß war. Der Arzt schliff etwas ab und es schien besser.
Dann erschien die Zahntechnikerin um zu sehen, wie sie den Spalt zwischen den Zähnen schließen könne. Ich nahm meinen Brothaken, um die Prothese zu entfernen. Sie fing an, mir einen Vortrag zu halten, dass ich mit dem Brothaken mein Zahnfleisch verletzen könnte usw. Ich unterbrach sie und erklärte, dass ich schon seit 20 Jahren Parodontose habe und sehr liebevoll mit meinem Zahnfleisch um ginge und dass ich hier Patient sei und der Zahnarzt eigentlich dafür zu sorgen hätte, dass ich die Prothese ohne Brothaken entfernen kann. Es war schon eine kuriose Situation.
Auf jeden Fall hatte sie dann noch eine gute Idee und machte kleine Kerben in die Prothese, um mir das raus nehmen zu erleichtern. Doch das ist noch nicht die endgültige Lösung.
Ich musste noch ein 2. Mal hin. Mittlerweile hatte sich eine Druckstelle unter dem Gaumen gebildet und der linke Zahn tat enorm weh, so dass ich wieder einmal zu Schmerztabletten greifen musste. Er tat so, als würde er nichts sehen, er verstünde es nicht, machte trotzdem einige Verbesserungen, schliff ab und kontrollierte mit irgendeiner Masse, wo es nicht sitzen würde. Er war natürlich auch genervt und konnte mich auch nicht mehr sehen. Ich ging mit Schmerzen wieder nach Hause. An dem Tag brauchte ich 4 Schmerztabletten. Da das nun mit meiner Prothese nichts zu tun haben sollte, machte ich einen Termin bei einem anderen Zahnarzt, denn ich war  mittlerweile mit den Nerven fertig und brauchte unbedingt eine neutrale Person. Der Herr sah die Druckstelle und das leicht angegriffene Zahnfleisch und meinte, ich solle noch mal zu meinem Zahnarzt gehen und es nochmals abschleifen lassen. Weiterhin stellte er fest, dass die Vorderzähne zu kurz sind, wodurch dann das Lispeln entsteht. Ich solle mal Kaugummi zwischen die Vorderzähne kleben, um zu schauen, ob das Lispeln dann weg geht. Das tat ich und es verschwand nicht. Somit schienen also die Vorderzähne zu kurz.
Eine Woche später hatte ich noch einen Termin bei diesem Zahnarzt. Er wollte sich das Ganze noch mal genau anschauen, was er dann auch tat. Er verlängerte dann die Zähne mit einem Plastikmaterial und irgendwann hörte dann das Lispeln auf. Er machte Fotos und schickte sie an meinen Zahnarzt. Von der Arbeit an sich, war er sehr begeistert. Es sähe alles sehr gut aus. Gute Arbeit meinte er. Aussehen tut die Prothese wirklich gut, aber was nützt es mir?
Mit den Infos ging ich also zurück zu meinem Zahnarzt, der mittlerweile auch die Fotos erhalten hatte. Er meinte, nur über seine Leiche würde er die Zähne verlängern, ich solle ja nicht so Pferdezähne bekommen. Das Lispeln würde mit der Zeit aufhören, ich müsse einfach ein wenig üben. Ja, nach der Info ging ich nach Hause und war für 14 Tage erst mal nicht bei ihm. Ich musste das Ganze erst mal sacken lassen.
Die Prothese ging nach wie vor nicht ohne Hilfsmittel raus. Sitzen tat sie jedoch auch noch nicht. Die untere Prothese drückte sich jetzt ins Zahnfleisch und hinterließ Druckstellen. Also musste ich wieder hin. Nach 3 bis 4 Terminen und einigem Abschleifen ging es dann. Dabei hat er mir noch etwas Zahnstein von einem unteren Zahn entfernt und dabei mein Zahnfleisch verletzt, so dass ich die untere Prothese für 3 Tage nicht tragen konnte. Die obere Prothese wurde auch noch einmal nachbehandelt und sie ging dann auch erst mal ohne Hilfsmittel raus. Leider nicht mehr nach dem Essen. Danach hatte sie sich so fest gesaugt, dass es nur mit Hilfsmittel ging.

Beim nächsten Termin wurde oben an der Prothese noch etwas abgeschliffen, da es oben links immer noch einen Druckschmerz am Gaumen gab. Beim Herausnehmen der Prothese nahm er einen spitzen Haken, die Prothese wollte erst nicht heraus, so gebrauchte er Gewalt, die Prothese flog aus meinem Mund auf den Boden und mein Zahnfleisch war angegriffen von der Spitze. Er schliff dann noch etwas an der Gaumenplatte, die dann außen scharfkantig war. Das Zahnfleisch tat natürlich am nächsten Tag weh und der linke Frontzahn auch. Nachdem ich es nachbehandelte, ließ der Schmerz nach. Die untere Prothese war jetzt so weit abgeschliffen, dass sich beim  Essen die Reste darunter setzen. Oben links brannte es noch immer und unten links schien die Prothese auch noch irgendwo gegen zu drücken. Oben wurde auch wieder etwas gemacht, so dass ich sie besser heraus bekomme. Dort ging es, zu Hause wieder nicht.
Es waren jetzt schon mehr als 6 Termine von Nöten gewesen.  Mein linker Kiefer schmerzte im Gelenk.

Am 9.8.2011hoffte ich auf den letzten Termin.
Es wurde wieder etwas von der unteren Prothese abgeschliffen. Ich vermittelte meinem Zahnarzt, dass er mir beim letzten Mal das Zahnfleisch verletzte, was er mit einem ungläubigen Blick beantwortete. Ich machte auf die scharfe Kante aufmerksam und während er sie glättete meinte er, es sei ja kein Wunder wenn er etwas abschleife, dass dann eine scharfe Kante entsteht. Nach dem er es abgerundet hatte, reichte er sie mir zur Überprüfung ob es nun stimme.
Ich machte deutlich, dass ich das ‘Thema bitte heute beenden wollte und fragte ihn, ob er sich vielleicht einen Dritten dazu nehmen wolle, der  dann bei diesem Problem helfen könnte. Das verneinte er mit den Worten: Der will nachher nur, dass ich die Zähne verlängere oder sonst was. Dann meinte ich, dann wäre ein Mängelgutachten angebracht. Seine Antwort: Das können sie gerne machen, da bin ich ganz entspannt. Ich habe über 20 Jahre Laborerfahrungen.
Dann bearbeitete er die obere Prothese wieder.

Leider musste ich nochmals hin, da das Zahnfleisch auf der linken Seite angeschwollen und wund war. Die Prothese drückt an die linke obere Gaumenseite und an den vorderen Zähnen. Ich musste nicht viel erklären, denn es war deutlich zu sehen. Wieder schliff er etwas ab und verabschiedete sich mit „Toi, toi, toi!
Die Prothese geht jetzt im Moment ohne Hilfsmittel raus. Aber mein Gaumen ist noch wund und es sitzt immer noch nicht.
Es muss jetzt etwas anderes geschehen. Ich habe ein Mängelgutachten beantragt.

Am 20.9.2011 wurde ein Mängelgutachten erstellt. Zuvor war der linke Vorderzahn,
den der andere Zahnarzt einbetoniert hatte herausgefallen. Mit diesem in der Hand kam ich also zum Mängelgutachter. Dieser stellte einiges fest, rief meinen Zahnarzt an, so dass er den Zahn noch vor meinem Urlaub wieder fest einbaute. Nach dem Urlaub sollte dann der Rest des Mängelgutachtens erledigt werden. Ich bekam einen Termin am 10.10.  Er fragte, wie es jetzt sei. Ich antwortete, dass ich die obere Prothese jetzt gut ohne Hilfsmittel heraus bekomme. Er meinte: Ja, so soll es sein.
Meine untere Prothese wackelte natürlich noch reichlich hin und her, so dass sich die letzten Zähne langsam lockerten. Das sagte ich und er nahm die Prothese und bog etwas an ihr rum und setzte sie wieder ein und fragte, wie es jetzt sei? Ja, sie war fester. Mit einem Termin am 31.10. verließ ich die Praxis, da seine Zahntechnikerin Urlaub hatte und so die Unterfütterung der unteren Prothese nicht machen konnte. Man fragt sich, warum hatte ich diesen Termin? Nachdem ich gegessen hatte, war der Erfolg der Biegung, dass die untere Prothese total gegen das Zahnfleisch drückte. Ich also wieder hin, um es rückgängig machen zu lassen. Es gelang natürlich nicht total, so dass der Druck auf das Zahnfleisch und der Sitz der Prothese schlechter war als vor der Biegung.
Es erinnerte mich an die ganze Zeit vorher. Er biegt, schleift usw. ohne alles zu überprüfen. In meiner Not rief ich wieder bei der Krankenkasse an und meine Sachbearbeiterin schickte mir das Mängelgutachten, was ich bei meinem nächsten Besuch vorlegte, dieser war am 31.10. Bei diesem Termin bemängelte ich dann sein Verhalten, eben dass er nicht nach dem Mängelgutachten gehandelt hatte. Er meinte, er habe ja gefragt wie es sei und ich hätte geantwortet, alles sei OK. Dem war natürlich nicht so, denn ich hatte nur gesagt, dass ich die obere Prothese jetzt ohne Weiteres entnehmen kann. Er fand mich reichlich unfreundlich und ich sage Ihnen, das war ich mittlerweile auch. Ich konnte es eigentlich schon alles gar nicht mehr fassen.
Es wurde also ein Abdruck für die Unterfütterung gemacht und am nächsten Tag konnte ich sie wieder abholen. Sie saß erst einmal besser, aber ich musste dann doch wieder hin, da sie eine Druckstelle hinterließ. Herr Dr. Spiesen hatte sich nun einfallen lassen, dass er die untere Prothese durch eine Neue ersetzen wollte, denn sie sei sowieso fehlerhaft, woher diese denn nun käme? Ich antwortete: Von Ihnen.
Ja, nun sollte also eine neue untere Prothese auf Reklamation gefertigt werden, da sie
so nicht weiter zu tragen sei. Diese Prothese ist allerdings schon mindestens 3 Jahre alt.
Am 3.11. wurde der erste Abdruck gemacht. Am 8.11. sollte der Nächste folgen.
Herr Dr. Spiesen machten diesen selber. Während des Abdrucks dachte ich schon: das dauert aber sehr lange. Als er ihn wieder entnehmen wollte, saß er so fest, dass trotz allem Ziehens usw. sich nichts bewegte. Ich hatte schon Angst, dass der lockere Zahn mit hinaus kam, aber es ging gar nichts heraus. Er musste den Abdruck wieder zerstören, damit er überhaupt raus ging. Mit blau-roten Druckstellen verließ ich die Praxis. Er entschuldigte sich vielmals, das habe er nur 3 Mal bisher erlebt. Am nächsten Tag sollte ein zweiter Abdruck hergestellt werden, auf den ich jetzt verzichten werde.

Ich habe einen Termin bei einem anderen Zahnarzt gemacht, um die Angelegenheit dort zu Ende zu bringen. Ich muss jetzt zwar alles selber bezahlen, aber so kann es ja nicht weiter gehen.